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1A Tagesgeld - Tagesgeldkonto | Tagesgeldvergleich


Tagesgeldvergleich

Das klassische Sparbuch hat schon lange ausgedient - die Zinsen liegen oft unter dem jährlichen Wertverlust der Währung was de facto sogar einen Verlust des eingezahlten Kapitals bedeutet.

Die heutige, moderne Anlageform, die man quasi als Nachfolger des Sparbuches sehen kann, ist das Tagesgeldkonto. Tagesgelder sind Gelder, die zwischen Banken gehandelt werden um Liquiditätsengpässe zu vermeiden. Da Tagesgelder hierbei meist nur über Nacht, oder höchstens für wenige Tage verliehen werden, tragen diese ihren Namen zu recht. Tagesgelder werden direkt zwischen den Banken verliehen und der Zins liegt stets einen gewissen Promillesatz unter dem Zins, den die Bank bezahlen müsste, würde sie sich das Geld von der entsprechenden Zentralbank leihen.

Der Tagesgeldzins ist also direkt an den Leitzins, den Zins der Zentralbanken, gekoppelt.
Um nun das Geld nicht aus dem eigenen Vermögen verleihen zu müssen, bzw. um sogar mehr Geld verleihen zu können als man wirklich hat, haben die Banken vor einigen Jahren angefangen, so genannte Tagesgeldkonten aufzulegen. Bei einem Tagesgeldkonto zahlt der Kunde sein Geld ganz normale ein, wie bei einem Sparbuch auch, die Bank benutzt es dann aber, um es am Tagesgeldmarkt bereitzustellen. Der Kunde bekommt dann prozentual einen Teil der so erwirtschafteten Zinsen ab.

Da der Zins am Geldmarkt aber sehr volatil ist, d.h. sich oftmals verändert, werden auch die Zinsen für Tagesgeldeinlagen nicht festgeschrieben, sondern stets den aktuellen Bedingungen angepasst. Aus Gründen der Übersichtlichkeit haben die meisten Kreditinstitute in diese Anpassungen aber eine Toleranz eingebaut und passen so nur alle paar Monate den Zins an.

Da wir in einer freien Marktwirtschaft leben und die Kreditinstitute sich untereinander Konkurrenz machen, ist es nicht weiter verwunderlich, dass auch die Zinsen für Tagesgelder mitunter höchst unterschiedlich ausfallen. Zwischen den einzelnen Kreditinstituten tun sich nicht selten Lücken von bis zu 0,5% auf, eine ganze Menge wenn man es auf eine entsprechend hohe Einlage rechnet.

Der Kunde steht also vor einer großen Auswahl unterschiedlicher Angebote und tut gut daran, einen Tagesgeld Vergleich durchzuführen bevor er sich für eines der Angebote entscheidet. Der Tagesgeldvergleich wird meist aber dadurch erschwert, dass die Kreditinstitute in der Regel alle keine Gebühren erheben, sondern den Kunden, im Gegenteil, mit Geschenken versuchen für sich zu begeistern. Von Tankgutscheinen bis hin zu Bargeld und Gold kann der Kunde die unterschiedlichsten Geschenke erhalten.

Langfristig orientierte Kunden sollten sich bei ihrem Tagesgeldvergleich nicht von diesen Lockangeboten täuschen lassen, ein Zins der stets ein wenig höher ist als bei der Konkurrenz spült auf Dauer wesentlich mehr Geld in die Kassen.